Hakengimpel (Pinicola enucleator)

Status: Meldepflichtig in der unteren Naturschutzbehörde!  Kennzeichnungspflicht mit BNA- Ringen. Ringgröße: 3,5 mm.

Verbreitung: Der Hakengimpel ist eine weit verbreitete Art, Skandinavien, Russland,  Sibirien, in den Gebirgen von  Hokkaido, Nord-Amerika, NW- Alaska, Kalifornien und  weitere Teile der USA. Er lebt dort nomadisch, in  lichten Nadel- und Mischwälder der Taiga.

 

Beschreibung: Die Größe beträgt 20 - 22cm. Im ersten Jahr  haben die Männchen sehr große Ähnlichkeit mit adulten  Weibchen. Die Prächtige rote Gefiederfärbung erreicht  man nur mit entsprechender Karotinversorgung. Adulte Männchen  und Weibchen sind unterschiedlich gezeichnet. s. Bilder

Unterbringung: Wegen seiner Größe  soll der Hakengimpel nur in großen Freivolieren gehalten werden. Die Voliere ist am besten mit Nadelholzästen und  Obstzweigen ausgestattet. Zu starke  Sonneneinstrahlung und Hitze sollte vermieden werden, täglich  frisches Badewasser schafft Abhilfe.

Ernährung: Meine Hakengimpel  bekommen ein Körnermischfutter, welches je nach Jahreszeit von mir ergänzt wird. Das Grundfutter besteht aus verschiedenen Baumsämereien von  Fichten,  Kiefern, Kardi, Sonnenblumen, Hanf, Perilla, Distel, Hanf usw.  Ergänzt wird diese Mischung  mit getrockneten Ebereschen und einen guten  Waldvogelmischfutter für kleinere Gimpelarten. Äpfel, Birnen und Beeren werden je nach Angebot verfüttert.  Wildkräuter und Sämereien in den verschiedenen Reifestadien, sowie Mehlkäferlarven, Blattläuse, Heuschrecken und andere tierische Nahrung sind für eine erfolgreiche Aufzucht erforderlich.

Zucht: Bei meinen Hakengimpelpaaren ist die erfolgreiche Zucht  nicht so einfach wie in mancher Literatur beschrieben.  Bis ein Nest fertig, oder ein geeigneter Nistplatz  gefunden ist, vergeht meist so viel Zeit, dass die Eier  einfach gelegt werden wo sich das Weibchen gerade  befindet. Die Nester sind oft so schlecht gebaut dass  man die Eier von unten durchsieht. Durch meine Hilfe  beim Nestbau konnte ich so manches Gelege retten. Vorsicht, nicht alle Hakengimpel akzeptieren die Ausbesserungsarbeiten  am Nest. Brütet nun ein Weibchen und es schlüpfen die Jungen, ist ein Zuchterfolg sehr vom Wetter abhängig.  In der ersten Lebenswoche gibt es meist noch keine Schwierigkeiten. Kommt es aber ab den 9 - 10 Lebenstag,  nachts zu starken Temperaturrückgang, kann die  Aufzucht scheitern.  Die Jungen werden oft vom Weibchen nicht mehr gehudert und sterben an  Unterkühlung. Brutzeit ist hauptsächlich in den Monaten April bis Juli. Das napfförmige Nest, aus Reisig und Fasern wird vom Weibchen gebaut. Männchen  habe ich schon oft beobachtet, wie sie an einen  geeigneten Nistplatz, balzend und mit gespreizten  Flügeln, das Weibchen anlocken. Gelege bestehen meist aus  3 - 4 Eiern, die vom Weibchen  13 - 14 Tage bebrütet werden. Versorgt werden die Jungvögel von beiden Eltern. Beringt werden die Jungen  im Alter von 4 - 6 Tagen. Nach einer Nestlingszeit von etwa  14 - 16 Tagen verlassen die Jungvögel das Nest. Selbstständig sind die Jungvögel erst nach ca. 2 - 3 Wochen nach dem sie das Nest  verlassen haben. Eine Zweite Brut ist möglich.

Copyright-Informationen.
Verfasser des Berichtes: Windorfer Klaus
Bildmaterial: Windorfer Klaus
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