Bindenkreuzschnabel (Loxia  leucoptera)

Status: Meldepflichtig in der unteren Naturschutzbehörde!  Kennzeichnungspflicht mit BNA-Ringen. Ringgröße: 3,2 mm.

Verbreitung: Verbreitet ist  der Bindenkreuzschnabel von Skandinavien, Ostsibirien und  Nordamerika. Außerdem ist er auf den Bergen von Hispaniola  beheimatet und bewohnt dort die Koniferenwälder.  

 

Beschreibung: Die Größe beträgt 14 - 15 cm. Eine Verwechslung mit anderen  Kreuzschnabelarten ist wegen der weißen Flügelbinde (Flügeldeckfedern)  fast nicht möglich. Männchen des Bindenkreuzschnabel haben schon im  ersten Lebensjahr eine Rotfärbung. Die Geschlechter sind unterschiedlich  gezeichnet.   

Haltung: Der Bindenkreuzschnabel sollte besser in Volieren untergebracht werden,  die mit frischen Koniferenzweigen ausgestattet sind. Diese dienen sowohl für den Schutz als auch dem Nagebedürfnis. Frische, knospentragende Zweige der Fichte, Douglasie, Kiefer und  der Lärche werden sehr gerne von den Bindenkreuzschnäbeln aufgenommen. Bereits nach kurzer Zeit in Menschenobhut, verliert er seine scheu und  wird recht zutraulich. 

Fütterung: Das Grundfutter für den Bindenkreuzschnabel besteht aus verschiedenen Baumsämereien. Bestehend aus Fichte,  Kiefer, und Lärche. Ergänzt wird das Futter mit Sonnenblumenkerne, Hanf, Glanz, und Perilla. Getrockneten  Ebereschenbeeren, Äpfeln, Beeren des Feuerdorns, Löwenzahnköpfen und  Kolbenhirse. Zapfen von verschiedenen Koniferen sind für das Wohlbefinden notwendig. Frische, knospenreiche Zweige von Tanne, Fichte, Lärche  und Kiefer sollten keinesfalls fehlen.

Zucht: Zur Zuchtzeit sollte man die Voliere reichlich mit Koniferenzweigen ausstatten. Bindenkreuzschnäbel sind in der Wahl ihres Partners sehr wählerisch. Deshalb habe ich im Herbst, mehrere Paare zur freien Paarbildung in einem Gehege vergesellschaftet. Nach der Paarbildung werden die Vögel  paarweise in je einer Voliere untergebracht. Als Nistmaterial reiche ich Reisig, Fasern, Moos und Scharpie. Die Gelege bestehen meist aus 3 - 4 Eiern, die vom Weibchen ca. 14 Tage bebrütet werden. Während der Brutzeit und der ersten Lebenstage der Jungen wird das Futter vom Männchen an das hudernde Weibchen weitergegeben. Beringt werden die Jungen im Alter von 4 - 6  Tagen. Sind die Jungen  ungefähr eine Woche alt, werden sie von beiden Elternvögel versorgt. Nach einer Nestlingszeit von etwa 16 Tagen  verlassen die Jungvögel das Nest. Selbstständig sind die Jungvögel nach meiner Einschätzung erst nach ca. 4 - 6 Wochen. Die Jungvögel von der ersten Brut, trenne ich bei der zweiten Brut nicht von den Altvögeln.

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Verfasser des Berichtes: Windorfer Klaus
Bildmaterial: Windorfer Klaus
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